07.05.2007
Goldene Regeln fürs Web: So schützen Sie ihren Ruf
Google ist fantastisch: Kostenlos und hilfreich. Allerdings gibt es da auch seine Nachteile: Haben Sie schon einmal Ihren Namen bei Google eingegeben? Leider ist nicht alles vorteilhaft, was über Sie im Netz landet. Das können Sie dagegen tun..
Wer Peinliches oder unwahre und verletzende Behauptungen über sich im Netz findet, kann zunächst einmal über den Betreiber der Site versuchen, die Inhalte löschen zu lassen. Bei internationalen Portalen ist dies natürlich schwierig, aber durchaus erfolgreich. Allgemein gilt für Privatpersonen, dass diese ein Recht zum Persönlichkeitsschutz genießen. Wenn also ein Dritter auf Wikipedia über Sie schreibt, egal ob negativ oder nicht, können Sie dagegen vorgehen. Immerhin sind Sie keine Person, die vom öffentlichen Interesse ist und daher sollten Sie sich auf jeden Fall mit einem Anwalt in Verbindung setzen.
Internet-Foren: Betreiber verantwortlich für Beleidigungen
Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes vom 27. März 2007 ist der Betreiber eines Internet-Forums für beleidigende Beiträge Dritter verantwortlich. Forenbetreiber können nun auf Unterlassung verklagt werden, sobald sie die ehrverletzenden Äußerungen kennen. Es ist das erste Mal, dass der BGH über die Verantwortlichkeit eines Forumbetreibers im Internet entschieden hat. Bisher war es also schwer gegen Beleidigungen Dritter vorzugehen und diese aus dem Internet enfernen zu lassen.
Diskussionsbeiträge in Foren
Seien Sie vorsichtig, bei welchen Themen Sie mitdiskutieren und welche Beiträge Sie verfassen. Manche Beiträge bleiben oft sehr lange bestehen und irgendwann könnten Sie manche Äusserungen bereuen. Bei interessanten Themen sollten Sie aber trotzdem mitdiskutieren. Wer nach Ihnen sucht, kann sich daher schon einmal ein Bild von Ihnen machen. Gerade bei zukünftigen Arbeitsgebern scheint es durchaus beliebt zu sein, sich im Netz über die neue Arbeitskraft zu informieren.
Immer informiert:"Google-Alert"
Wenn Sie darauf achten wollen, was im Netz über Sie veröffentlicht wird, dann können Sie einen "Google-Alert" zu Ihrem Namen einrichten und erfahren so per Mail, wann und wo was über Sie im Internet auftaucht. Damit können Sie den Schaden begrenzen, denn je schneller Sie die Verunglimpfungen bemerken, desto schneller können Sie dagegen vorgehen und desto schneller sind sie wieder aus dem Internet verschwunden.
Stellen Sie sich selbst online
Eine eigene Homepage ist sinnvoll, denn Suchmaschinen greifen gerne auf Ursprungstreffer zu und schieben sie weit nach oben. Damit können Sie auch gleichzeitig Ihre eigene Person in das richtige Licht rücken, wo sie Ihrer Meinung nach auch hingehört. Aber übertreiben Sie es nicht, denn sonst kommen Kritiker womöglich auf unschöne Gedanken.
Xing kann ihr Image aufpeppen
Führende Business-Netzwerke wie Open-BC (mittlerweile Xing) oder LinkedIn ermöglichen es, Foto, Lebenslauf und Zieldaten ähnlich einer Bewerbung zu hinterlegen und das macht sich natürlich immer gut. Wenn also Geschäftspartner nach Ihnen bei Google suchen, können Sie als Mitglied bei Xing auch Ihre Seriösität unterstreichen.