Für die nationalen und internationalen Produzenten wurde zudem ein verbindlicher Katalog erstellt, in dem die Kriterien für Laboranforderungen und Wirkstoffuntersuchungen im Hinblick auf risikoorientierte Analysen noch enger gefasst werden als bisher. Erfüllen Obst- und Gemüse-Lieferanten der EDEKA-Gruppe die neu definierten Qualitätsanforderungen nicht, werden sie mit Sanktionen belegt, die bis zur Auslistung reichen können. Mit diesen Schritten setzt die EDEKA-Gruppe ihr ausgefeiltes Qualitätsmanagement konsequent fort.
Derzeit untersucht EDEKA in Kooperation mit dem Öko-Institut e.V. die eigenen Maßnahmen zur Qualitätssicherung. "Wir sind überzeugt von unseren Qualitäts- und Kontrollsystemen", unterstreicht Alfons Frenk, Vorstandsvorsitzender der EDEKA AG, "und wissen gleichzeitig, dass es immer noch etwas zu verbessern gibt. Deshalb haben wir ganz bewusst die Zusammenarbeit mit einer kritischen und unabhängigen Organisation wie dem Öko-Institut gesucht." Seit Mai überprüfen die Freiburger Umwelt-Experten EDEKA-Obst und -Gemüse auf Pestizidwerte. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, die strukturelle Qualität der Kontrollsysteme weiter zu verbessern. Des Weiteren wird in enger Abstimmung mit dem Öko-Institut e.V. eine toxikologische Bewertung von Wirkstoffen in Pflanzenschutzmitteln vorgenommen. Der Einfluss bestimmter Stoffe sowohl auf den menschlichen Organismus als auch auf die Umwelt wird dabei untersucht und transparent gemacht. Im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes erhält EDEKA so eine wissenschaftlich abgesicherte Datenbasis kritischer Substanzen, deren Einsatz zukünftig von vorn herein ausgeschlossen werden kann.
Bereits Anfang Februar hatte Marktführer EDEKA bundesweit 800 Lieferanten aufgefordert, ihre Waren von unabhängigen Laboren auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersuchen zu lassen und die Analyseergebnisse bei Lieferung vorzulegen, um so ein umfassendes und aussagekräftiges Frühwarnsystem zu installieren.
Quelle: www.edeka.de