01.08.2007
Preiserhöhungen: Lebensmittel werden teurer
Nach den Preiserhöhungen bei Milchprodukten müssen sich Verbraucher nun auch bei anderen Nahrungsmitteln auf Preissteigerungen einstellen. Fleisch, Schokolade und Backwaren sollen teurer werden.
Bei Geflügelfleisch deuten sich wegen der hohen Getreidekosten für das Tierfutter bereits die nächsten Preiserhöhungen an. Laut Statistischem Bundesamt bleibt wegen der Erzeugung von Bioenergie immer weniger deutsches Ackerland für Getreide übrig. Experten gehen davon aus, dass die Lebensmittelpreise generell anziehen werden. Der steigende Milchpreis schlägt auch an anderer Stelle zu Buche: Eis und Schokolade werden teurer; neben der Milch seien auch Weizen, Mais, Glukose und Kakao im Preis deutlich gestiegen, klagt die Süßwarenindustrie. Und auch für Backwaren wie Brot und Kuchen müssen die Verbraucher nach Einschätzung der Experten bald mehr hinblättern, auch hier werden steigende Rohstoffpreise als Gründe ins Feld geführt.
Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) forderte eine sofortige Anhebung der Preise für Putenfleisch in den Supermärkten. Nur so sei es möglich, die "nahezu inflationären Preiserhöhungen von Futtergetreide aufzufangen", schrieb ZDG-Chef Thomas Janning in einem Brief an den deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Die Futterkosten seien im Vorjahr um fast 100 Prozent gestiegen. Grund für die höheren Preise sei die gestiegene weltweite Nachfrage nach Fleisch in Schwellenländern. Zudem seien die Ernten in Südeuropa und in Australien schlecht ausgefallen, auch die Energiepreise seien gestiegen.
Nicht nur Nahrungsmittel. Pünktlich zu Ferienbeginn haben sich die Preise für Pauschalreisen um über 16 Prozent und die für Ferienwohnungen in Deutschland sogar um über 30 Prozent erhöht. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr erhöhte in Nordrhein-Westfalen die Ticketpreise im Nahverkehr um durchschnittlich vier Prozent. Und auch der gestern mal wieder gestiegene Ölpreis bedeutet für die Benzin-, Heiz- und Stromkosten nichts Gutes.