„Nicht der Preis, sondern Convenience (Bequemlichkeit) ist heute unter den Verbrauchern das wichtigste Kaufkriterium“, sagt Peter Breuer, Leiter des Konsumgüter- und Handelssektor von McKinsey. Welchen Ladentyp präferieren die Verbraucher? Kunden erwarten eine zentrale Lage, lange Öffnungszeiten und ein übersichtliches Sortiment. „Hammer- und Rotstiftpreise sind für die Verbraucher jedenfalls nicht mehr der Ausschlag gebendes Konsumimpuls“, schreibt Pressetext-Redakteur Jörn Brien.
In Deutschland, so die Studie, folgten bisher vor allem Tankstellen und Kioske dem Trend zum Tante-Emma-Laden im neuen Gewand. Laut McKinsey haben sie im vergangenen Jahr rund 20 Milliarden Euro mit Lebensmitteln, Tabakwaren oder Zeitungen erwirtschaftet. Zunehmend springe aber auch der traditionelle Handel auf diesen Zug auf. „Nach einem langen und anstrengenden Tag haben die meisten Konsumenten keine Lust mehr, sich durch ein unübersichtliches Waren-Sortiment durchzukämpfen. Nicht nur in kleinen Städten und Gemeinden, sondern auch in urbanen Zentren schätzen es die Leute, wenn der Einkauf zu einem angenehmen Erlebnis mit individuell zugeschnittenem Service wird und nicht nur eine lästige Pflichtübung. Selbst in Großstädten halten sich die meisten Einwohner ja meist in ‚ihrem Viertel’ auf. Wenn sie für den täglichen Bedarf einkaufen, wollen sie das in der Regel nicht in gesichtslosen und anonymen Einkaufshallen tun, sondern in einer Art Tante-Emma-Laden. Andere europäische Länder sind in puncto Einkaufskomfort noch viel weiter als die Deutschen. Hier steckt also großes Potenzial gerade für die kleinen und mittleren Geschäfte im Lebensmittelsektor“, sagt der Bonner Jurist Markus Mingers, der auch als Vorstand des Vereins Pro Bonn/Rhein Sieg e. V. fungiert. Diese Initiative macht sich vor allem für den regionalen Mittelstand stark.
Quelle: www.ne-na.de