11.09.2007

Sport im World Wide Web: Fernsehen über das Internet

Sport im World Wide Web: Fernsehen über das InternetPünktlich zum Start der Fußball-Bundesliga präsentierte der deutsche Meister VfB Stuttgart sein eigenes TV-Angebot im Internet. In voller Länge können sich die Fans der Schwaben hier die Begegnungen des Clubs ansehen.






Die Bayern aus München hatten dieses Angebot schon während der letzten Saison gestartet, andere Vereine wollen nachziehen. Während die Web-TV-Formate für Fußballfans bislang aufgrund der starken Fernsehpräsenz nur geringe Bedeutung haben, wollen gerade weniger populäre Sportarten auf Veranstaltungen via Internet übertragen. Die Deutsche Tischtennis-Liga (strahlt seit August ihre Spiele im World Wide Web aus. Badminton, Sportakrobatik, Kegeln oder Kunstfliegen kann der geneigte Fan unter verfolgen.

Der große Durchbruch des Fernsehens über das Internet Protokoll steht allerdings offensichtlich noch aus: „Die Vermarktung des Sportprogramms läuft bislang schleppend. Bislang ist das werbefinanzierte Angebot deshalb ein Zuschussgeschäft“, berichtet das Branchenmagazin Sponsors. Trotzdem planen auch andere Sportarten Kooperationen mit Web-TV-Anbietern. sportdigital.tv beispielsweise setzt auf ein abofinanziertes Angebot und zeigt die Handball- und Basketball-Bundesliga. Schwarze Zahlen werden aber auch hier noch nicht geschrieben.

Auch die Zeitschrift Auto Bild will ihr Web-Format autobild.tv starten. Gezeigt werden Beiträge der gesamten Auto-Bild-Gruppe aus dem Hause Springer. Anlässlich der Internatonalen Funkausstellung geht auch die Deutsche Telekom in die Offensive und verbilligt ihr Angebot für das bisher wenig erfolgreiche Triple Play aus Telefonieren, Surfen und Fernsehen über das Internet. Dass IPTV einen enormen Markt darstellt, bestreiten selbst skeptische Experten nicht mehr.

Für Europa rechnet das britische Marktforschungsunternehmen Screen Digest im Jahr 2009 bereits mit einem Anteil von zehn Prozent am gesamten Pay-TV-Markt. Franzosen, Italiener und Spanier rangieren laut einer Studie von Accenture in Westeuropa bei IPTV allerdings vor den Deutschen. „Das starre Programmschema macht Fernsehen unattraktiv. Die Nutzung verlagert sich auf andere Medien. In einigen Zielgruppen wird das Fernsehen daher mehr und mehr zum Nebenmedium", lautet ein Ergebnis einer Studie des Computerriesen IBM.


Quelle: www.ne-na.de



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