Die Fabrik verfügt über eine Produktionskapazität von 27’500 Tonnen und bringt Barry Callebaut näher an die stetig wachsende Kundenbasis in Russland heran. So kann das Wachstumspotenzial der Region besser ausgeschöpft werden. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf EUR 25 Millionen. Der Schokoladenumsatz von Barry Callebaut in Russland hat sich zwischen 2000 und 2005 vervierfacht. Mit der neuen Fabrik in Tschechov will das Unternehmen den Umsatz in den nächsten drei Jahren verdreifachen.
Der russische Schokoladenmarkt bietet das grösste Wachstumspotenzial in Osteuropa. Der globale Marketinginformationsdienst Euromonitor geht davon aus, dass der russische Schokoladenmarkt zwischen 2006 und 2011 im Schnitt wertmässig um 14% und volumenmässig um 5,4% pro Jahr zulegen wird. Im Vergleich dazu wird für den globalen Schokoladenmarkt eine Wachstumsrate von 2-3% erwartet. Die neue Fabrik von Barry Callebaut in Tschechov wird als Drehscheibe für die Belieferung nationaler und multinationaler Industriekunden sowie der wachsenden Zahl gewerblicher Kunden in Russland dienen. Es werden keine Produkte für Endverbraucher hergestellt.
Dazu Patrick De Maeseneire, CEO von Barry Callebaut: „Russland wird unser wichtigster Zielmarkt in Osteuropa. Die gesamteuropäische Liefervereinbarung mit Nestlé, die auch Lieferungen in Russland einschliesst, gibt uns eine gute Grundauslastung. Die russischen Verbraucher lieben Schokolade. Mit einem Schokoladenverbrauch von 4,4 kg pro Jahr essen die Russen mehr Schokolade als die Konsumenten in Frankreich, einem traditionellen Schokoladenland. Das Wachstum im russischen Markt erklärt sich damit, dass die Verbraucher zunehmend eine Vorliebe für hochwertige Premiumprodukte entwickeln. Über unsere industriellen und gewerblichen Kunden können wir ihnen neue und exquisite Geschmackserlebnisse bieten.“
Gewisse bisher in der Fabrik in Polen produzierte und nach Russland exportierte Volumen werden nun in die neue Fabrik in Tschechov verlagert. Die frei werdenden Kapazitäten in Polen werden genutzt, um der steigenden Nachfrage aus anderen osteuropäischen Ländern und den baltischen Staaten gerecht zu werden.
An der Einweihungsfeier in Tschechov nahmen die Vertreter der Regionalbehörden, Andreas Jacobs, Präsident des Verwaltungsrates von Barry Callebaut, Patrick De Maeseneire, CEO, sowie eine Delegation weiterer Top-Manager von Barry Callebaut teil. Anfänglich wird Barry Callebaut in Russland 50 Mitarbeitende beschäftigen.
Quelle: www.stollwerck.de