24.09.2007
Microsoft steckt hinter "Anti-Google-Lobby"
Wie die englische Zeitung The Observer berichtet, steckt Microsoft hinter einer weltweiten Lobbyarbeit gegen Google. Microsoft kämpft heimlich um die Vorherrschaft im hart umkämpften Internet-Werbemarkt
Die PR-Agentur Burson-Marsteller (B-M) habe im Auftrag von Microsoft E-Mails an Unternehmen verschickt, in denen diese dazu aufgefordert wurden, einer Organisation für Wettbewerbsmärkte im Internet beizutreten. Microsoft wolle damit Druck auf Google ausüben, Regierungen und Unternehmen sollen vor Google gewarnt werden. Konkret geht es um den geplanten Kauf des Online-Werbevermarkter DoubleClick.
Die Agentur soll sogar die Wirtschaftszeitung "Wall Street Journal" angeschrieben haben, wie das Blatt selbst berichtete. Das «WSJ» habe eine E-Mail von Burson erhalten, um darin auf den dubiosen Umgang von Google mit privaten Kundendaten aufmerksam zu machen. Burson habe in der Mail darauf hingewiesen, dass es eine sehr gute Dienstleistung für Konsumenten wäre, diesen Fragen mit «journalistischer Stärke» nachzugehen.
Die PR-Agentur Burson-Marsteller verriet in den E-Mails nicht, dass Microsoft als Auftraggeber hinter der Kampagne steckt. Der Softwarekonzern war selbst auch an Doubleclick interessiert und galt als möglicher Favorit, bis Google ins Rennen einstieg. Mi it einer Kaufsumme von 3,1 Milliarden Dollar konnte Microsoft nicht mithalten.