25.09.2007

"Stoppt den Hitler des Iran"

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschads hat vor Studenten der New Yorker Elite-Universität Columbia gesprochen. Doch Studenten pfiffen und buhten den Iraner aus, nannten ihn "Hilter Irans". Selbst der Direktor der Hochschule bezeichnete ihn als "grausamen Diktator".






Der Direktor der Columbia-Universität, Lee Bollinger, erklärte zu Beginn der Diskussionsrunde, Ahmadinedschad verhalte sich wie ein "engstirniger und grausamer Diktator". Zudem warf er Ahmadiendschad brutales Vorgehen gegen die Intellektuellen und Homosexuellen im Land vor. "Wenn Ahmadinedschad den Holocaust leugne, sei er entweder "schamlos provokativ oder erstaunlich ungebildet", sagte Bollinger weiter.

Unter anderem sagte Ahmadinedschad, im Iran gebe es keine Homosexuellen: "Im Iran kennen wir dieses Phänomen nicht - keine Ahnung, wer Ihnen so etwas erzählt hat", sagte er. Zum Thema Holocaust sagte der Präsident in New York: "Ich sagte nicht, dass es überhaupt nicht geschehen ist. Ich sagte, mal angenommen, es wäre passiert."

Auch aus den Reihen der Studenten hagelte es heftige Kritik. Vor dem Universitätsgelände hatten sich Demonstranten versammelt, um gegen seinen Auftritt an der Hochschule zu protestieren. Ein Demonstrant rief: "Stoppt Ahmadinedschad, den Hitler des Iran." Obwohl die Veranstaltung bereits im Vorfeld heftig umstritten war, rechtfertigte der Direktor der Universität die Veranstaltung als notwendige geistige Auseinandersetzung.

Ahmadinedschads Wunsch, auf dem Gelände des bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001 zerstörten World Trade Centers einen Kranz niederzulegen, lehnten die New Yorker Behörden ab.




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