27.09.2007

Preisschraube dreht sich rasant

Preisschraube dreht sich rasantDie Preise für Lebensmittel stiegen an, so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr. Die nächste konkrete Preiserhöhung steht schon vor der Tür: Der Discounter Plus und Apfelsaft sollen teurer werden.






Der Verbraucherpreisindex in Deutschland ist im September auf 2,5 Prozent gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt nach vorliegenden Ergebnissen aus sechs Bundesländern mit. Seit 2005 ist das die höchste Teuerungsrate. Die Hauptpreistreiber waren Heizöl und Sprit. Im letzten Monat stiegen die Preise für Butter, Kraftstoffe und auch Strom.

Auch Appelsaft wird teurer: Die deutsche Fruchtsaftindustrie erhöht ab sofort die Preise für Apfelsaft und andere Fruchtgetränke. Als Grund nannte der Branchenverband am Donnerstag in Bonn die schlechteste Apfelernte der letzten zehn Jahre in Europa.

Die Preise für Apfelsaftkonzentrat seien bereits um bis zu 250 Prozent gestiegen. Es sei daher «nicht auszuschließen, dass die Apfelsaftpreise erstmals über denen von Orangensaft liegen». Nach Einschätzung des Verbandes sind Verbraucherpreissteigerungen um bis zu 50 Prozent möglich.

Auch andere Obstarten seien betroffen. So sei bei Sauerkirschen ebenfalls die seit zehn Jahren schlechteste Ernte innerhalb der Europäischen Union eingefahren worden. Aber auch bei Johannisbeeren, Trauben und weitere Fruchtarten habe es mengenmäßig Einbußen gegeben. Dies habe insgesamt zur Verknappung der erforderlichen Ausgangsprodukte und in der Folge zu Verteuerungen geführt. Als weitere Gründe nannte der Verband Preiserhöhungen für Energie, Hilfs- und Zusatzstoffe, Verpackungsmaterial, Dieselkraftstoff sowie die Erhöhung der Mautgebühren.




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