02.10.2007
Gericht in London prüft Dianas Tod
Zehn Jahre nach dem Tod von Prinzessin Diana in Paris beschäftigt sich die britische Justiz weiter mit dem Fall, um die Unfallursache zu klären. Eigentlich nur eine Formalität, doch einige glauben fest an Mord, auch Dodis Vater. Mohamed al Fayed hält den Unfall für ein Mordkomplott.
Mordkomplott oder doch nur ein Autounfall? Mehr als zehn Jahre nach dem tödlichen Unfall von Lady Diana und ihrem damaligen Freund Dodi al Fayed untersucht nun auch ein britisches Gericht die Umstände bei dem Unglück vom 31. August 1997 in Paris. Aus 200 Kandidaten hat das Gericht elf Geschworene ausgewählt, um Zeugenaussagen zu hören und Beweismaterial zu beurteilen. Ebenfalls mit seinen Anwälten bei der gerichtlichen Untersuchung ist Dodis Vater Mohamed al Fayed.
Der Besitzer des Kaufhauses «Harrods» glaubt an ein Mordkomplott, an dem seiner Meinung nach auch das britische Königshaus beteiligt sein könnte: «Ich glaube, dass mein Sohn und Prinzessin Diana von der königlichen Familie ermordet wurden», erklärte er am Dienstag vor dem Londoner Gericht. Obwohl die französische Justiz zu einem anderen Urteil kam: Überhöhte Geschwindigkeit und ein betrunkener Chauffeur. Zwei Jahre hat die Justiz in Frankreich ermittelt, mehr als 300 Zeugenbefragungen mündeten in 6000 Seiten Akten. Dann ermittelte der frühere Scotland Yard-Chef Lord Stevens. Der Tunnel in Paris war demnach nicht Schauplatz eines Verbrechens sondern eines tragischen Unfalls.
Die Geschworenen werden alle Details der Todesfälle untersuchen müssen: Lady Dis Einbalsamierung, ihre Autopsie, die Stunden vor dem Unfall, die Behauptung, sei sei mit Dodi verlobt gewesen und selbst die Angabe, die Prinzessin sei schwanger gewesen. Das Verfahren dürfte mindestens vier Monate dauern.