13.10.2007

Airbus A380: Erneut Verzögerung bei der Auslieferung

Airbus A380: Erneut Verzögerung bei der AuslieferungAm kommenden Montag ist es soweit: Airbus-Chef Enders übergibt das erste Großraumflugzeug A380 an Singapore Airlines. Doch die Probleme seines Unternehmens hat er noch lange nicht gelöst. Airbus rechnet mit weitere Verzögerungen bei der Auslieferung der bestellen Flugzeuge. Strafen ihn die Aktionäre dafür ab?






Erst wenn es gelinge, die Fertigung wie geplant hochzufahren, sei «das A380-Programm über den Berg», sagte Enders dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» laut Vorabbericht vom Samstag.

Der Plan, im kommenden Jahr 13 Jets und ab 2010 sogar vier Maschinen pro Monat auszuliefern, sei «anspruchsvoll». Airbus habe deshalb die «ganz große Herausforderung» noch vor sich. Am Montag will Airbus den ersten A380 an Singapore Airlines übergeben.

Beim geplanten Verkauf der Werke in Nordenham, Varel, Laupheim und Augsburg will sich Enders nicht unter Druck setzen lassen. Die Entscheidung, wer den Zuschlag erhält, sei für die Zukunft von Airbus «fundamental wichtig». Enders betonte: "Deshalb lassen wir uns auch nicht durch ständig neue Termine, die in die Welt gesetzt werden, davon abhalten, den richtigen Partner auszuwählen. Wir entscheiden, wenn wir so weit sind.» Einen «allein an politischen Interessen ausgerichteten Wohlfühl- oder Kuschelkompromiss» werde es nicht geben.

Zu den jüngsten Insider-Vorwürfen der französischen Börsenaufsichtsbehörde AMF sagte Enders: «Mich haben die Verdächtigungen und Anschuldigungen überrascht und schockiert.» Als er 2004 und im November 2005 an einem vom Verwaltungsrat genehmigten Optionsprogramm teilgenommen habe, habe er «keinen Grund für die Annahme gesehen, dass ein solches Geschäft später einmal als fragwürdig bezeichnet werden könnte».

(ddp/da)




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