15.10.2007

Airbus liefert ersten A380 an Singapore Airlines

Airbus liefert ersten A380 an Singapore AirlinesMit mehr als zweijähriger Verzögerung bekommt Singapore Airlines am Montag in Toulouse als erste Fluggesellschaft das größte Passagierflugzeug der Welt, welches noch in diesem Monat in den regulären Liniendienst gestellt wird, und künftig den asiatischen Stadtstaat mit Sydney und New York verbinden wird.






Die Entwicklung des Flugzeugs geht auf die 1980er Jahre zurück, als es erste Machbarkeitsstudien bezüglich eines Großflugzeuges gab. Seither verursachte das Projekt des Megaliners nicht nur bei Fluggesellschaften und Aktionären Kopfschmerzen.

Morgen soll nun endlich das neuartige doppelstöckige Großraumflugzeug nach Singapur starten. Der erste kommerzielle Flug ist für den 25./26. Oktober mit einem Sonderflug zwischen Singapur und Sydney angesetzt. Die Tickets dazu wurden zu wohltätigen Zwecken versteigert. Der tägliche Liniendienst des A380 soll am 28. Oktober beginnen.

Der erste A380 sollte nach Angaben einer Sprecherin von Singapore Airlines bereits im März 2006 an den Erstkunden ausgeliefert werden. Wegen technischer Schwierigkeiten hat sich der Termin um mehr als 18 Monate verzögert. Ständige Verzögerung und technische Entwicklungsprobleme zogen unter anderem Stornierungen der Kurierdienste UPS und FedEX, mit jeweils zehn A380-Frachtmaschinen, nach sich.

Die Probleme beim Bau des 560-Tonnen-Flugzeugs wurde von Airbus deutlich unterschätzt. Das neue "Flaggschiff" von Airbus zwingt den Konzern jetzt zu einer radikalen Sparkur. Das Sparprogramm «Power8» sieht die Streichung von bis zu 12.000 Stellen in Deutschland und Frankreich sowie Werksverkäufe vor. Doch auch der Skandal um angebliche Insidergeschäfte drücken die Stimmung bei der heutigen Auslieferung in Toulouse.

Dennoch sind die Auftragsbücher von Airbus voll und die meisten Gesellschaften haben an der Bestellung des A380 festgehalten. Neben einem Privatmann aus dem nahen Osten, welcher das Flugzeug als Privatjet nutzen wird, haben Air France, Emirates, Lufthansa, Ethiad Airways, China Southern Airlines, ILFC, Kingfisher Airlines, Korean Air, Malaysia Airlines, Qantas, Qatar Airways, Thai und Virgin Atlantic an ihren Bestellungen festgehalten.

Die nächste anspruchsvolle Hürde gilt es jetzt für Airbus zu meistern: Die reibungslose Serienproduktion des A380. Als ergeiziges Ziel sollen es vier Flugzeuge im Monat sein, doch Airbus-Chef Thomas Enders schloss bereits weitere Verzögerungen nicht aus (Markenpost.de berichtete).




Quelle: www.a380.singaporeair.com



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