19.10.2007

Apple: Steve Jobs erlaubt Fremdprogramme

Apple: Steve Jobs erlaubt FremdprogrammeMit einem Software-Update im September beförderte Apple zahlreiche Geräte in den iPhone-Himmel. Apple: Update befördert Geräte in den iPhone-Himmel Das Software-Update für Apples iPhone hat nicht nur gehackte Geräte deaktiviert. Apple hat damit Programme von Drittanbietern und deren Inhalte ausradiert - vom Telefonbuch bis zu Klingeltönen. Nach Protesten von Software-Entwicklern will Apple jetzt doch die Installation fremder Programme auf dem iPhone und dem neuen iPod Touch zulassen.






Es war allein auf Programme beschränkt, die das Unternehmen selbst schreibt oder von ausgewählten Partnern einkaufte. Dritte konnten keine Software für das Mobiltelefon verkaufen. Vorstandschef Steve Jobs kündigte am Mittwoch im Internet an, dass es im Februar kommenden Jahres dafür ein "Software Development Kit" (SDK) geben werde, mit dem unabhängige Entwickler eigene Programme auf dem iPhone und dem neuen iPod Touch installieren können.

Apple hatte noch vor kurzem eine aktualisierte Betriebssoftware auf den Markt gebracht. Diese Updates hatten sämtliche Anwendungen freier Programmierer, etwa das Instant Messaging, untauglich gemacht. So hatte sich Apple der freien Software entledigt. Nachdem vor einigen Wochen erste Programme veröffentlicht wurden, die den SIMlock des iPhones ensperren, warnte Apple die iPhone-Besitzer damals, derartige Software einzusetzen. Offiziell gab Apple im September bekannt: "Anwender, die unautorisierte Änderungen an der Software ihrer iPhones machen, verletzten die Software-Lizenzbestimmungen des iPhones und machen die Garantie nichtig."

Ein Update für das iPhone sollte unautorisierte Änderungen an dem Gerät erkennen und rückgängig machen. Doch auch nicht gehackte iPhones mussten daran glauben. Der Grund: Exklusivanbieter des iPhone ist AT&T -, sie hatten nur kleine Progrämmchen zusätzlich darauf installiert, die Apple selbst nicht bieten konnte oder wollte. Alle Anwendungen von Drittanbietern wurden durch das Software-Update gelöscht, was dazu führte, dass Adressbücher, Termineinträge und Klingeltöne der Benutzer auf Nimmerwiedersehen im elektronischen Orkus verschwanden.

In den anderen Fällen führten die Fremdprogramme dazu, dass Apples Update das Gerät deaktivierte und keinen Neustart mehr zuließ. War das SIM-Lock des iPhone über einen der vielen erhältlichen Hacks deaktiviert, ist es nun durch das Update völlig unbrauchbar. Apple-Chef Steve Jobs sagte noch vor dem Update: " Apple muss die Kontrolle über alle iPhone-Funktionen behalten, um Beeinträchtigungen des Netzwerks und Beschädigungen des Geräts auszuschließen". Doch nun ist das alles Schnee von gestern.

Das iPhone gibt es in den USA seit Ende Juni. Seitdem wurden mehr als eine Million dieser Mobiltelefone verkauft. In Deutschland kommt das iPhone am 9. November auf den Markt, Apple hat dazu eine Partnerschaft mit T-Mobile geschlossen.




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