12.11.2007

Emirates: 31-Milliarden-Dollar-Auftrag für Airbus

Emirates: 31-Milliarden-Dollar-Auftrag für AirbusDie arabische Fluggesellschaft Emirates fliegt Airbus: Der Hersteller soll Flugzeuge im Wert von über 31 Milliarden Dollar in das Land am persischen Golf liefern - in die Vereinigten Arabischen Emirate. Die Fluggesellschaft Emirates hat 11 Superjumbos des A380 geordert und 70 Langstreckenflugzeuge. Doch auch Konkurrent Boeing ging nicht leer aus.






Der europäische Flugzeughersteller Airbus hat einen Großauftrag aus Dubai an Land gezogen. Emirates teilte am Sonntag mit, sie habe 70 Exemplare des neuen A350 bestellt. Doch auch der Großraumflieger A380 hebt bald im Land am persischen Golf ab: Die Fluggesellschaft Emirates hat 11 Superjumbos A380 geordert. Den Angaben zufolge beläuft sich das Auftragsvolumen auf mehr als 31 Milliarden Dollar. Der Airbus-Konkurrent Boeing ging dabei fast leer aus: Wie das Unternehmen mitteilte, habe Emirates zwölf Großraumflugzeuge vom Typ 777-300 bestellt. Der Auftrag habe allerdings nur einen Wert von 3,2 Milliarden Dollar.

Den Großauftrag aus Dubai kann Airbus gut gebrauchen: Das Unternehmen hat große Probleme mit dem Militär-Flugzeug A400M, da zusätzliche Milliardenausgaben für den Transporter den Mutterkonzern EADS in die roten Zahlen gezogen haben. Im Jahr 2007 hat EADS 343 Millionen Euro Verlust gemacht. Die Auslieferung an den Kunden in den Emiraten soll 2013 beginnen. Der A 380, das größte Passagierflugzeug aller Zeiten, von dem Emirates elf Exemplare bestellt hat, ist bisher erst eine Maschine im Einsatz.

Der Flugzeughersteller Airbus hatte das erste Flugzeug des neuen Typs A380 an die südostasiatische Fluggesellschaft Singapore Airlines übergeben. Im Oktober ist der Airbus A380 zum ersten mal zu einem Linienflug abgehoben - ein großes Kapitel der Luftfahrtgeschichte hat begonnen. Die A380 der Singapore Airlines wird von vier Rolls-Royce Trent 900-Triebwerken angetrieben. Diese tragen nach Unternehmensangaben wesentlich zur «Umweltfreundlichkeit» des Flugzeugs bei. Das Flugzeug kommt Airbus-Chef Tom Enders zufolge mit einem «beispiellos niedrigen Treibstoffverbrauch» von weniger als drei Litern pro Passagier und 100 Kilometern aus. Eigentlich schwer vorstellbar, dass dieses Dickschiff fliegen kann. Immerhin ist es mit 24,1 Metern so hoch wie fünf übereinander gestapelte Giraffen, es ist mit 73 Metern länger als zwei ausgewachsene Blauwale hintereinander, und es wiegt mit 560 Tonnen Startgewicht soviel wie 112 afrikanische Elefanten.

Die Auslieferung der weltweit größten Passagiermaschine an den Erstkunden Singapore Airlines hatte sich unter anderem wegen technischer Schwierigkeiten um mehr als 18 Monate verzögert. Auch wenn sich die Fertigstellung des ersten A380 hinauszögerte, habe sich das Warten auf dieses Flugzeug gelohnt, sagte Singapore-Airlines-Chef Chew Choon Seng. Mit dem Tag der Übergabe des A380 an sein Unternehmen beginne eine neue Ära in der Luftfahrt. Singapore Airlines hat nach eigenen Angaben insgesamt 19 Flugzeuge vom Typ A380 zum Gesamtwert von 5,7 Milliarden US-Dollar (4,0 Milliarden Euro) geordert. Die nächsten A380 sollen 2008 an Singapore Airlines übergeben werden.






Klicken Sie hier, wenn Sie weitere Meldungen vom 12.11.2007 lesen möchten.


Passende Meldungen aus anderen Ressorts:
Die gute alte Zeit
Kommentar: Opel ohne Skrupel
Wirschaft: Bundesregierung plant Konjunturhilfen
Dax startet nach Kursrutschen in Japan mit Verlusten
Sarah Palin verärgert Republikaner
Finanzkrise: Der Absturz des Euro
"Pump-Mentalität": Neue Gefahr für die Finanzwelt
Kommentar: Der Preis des Vertrauens
Finanzkrise frisst Geld für Hungerhilfe auf
"Weltwirtschaft erlebt schwere Bewährungsprobe"





Binderdatasystems.com  
  Startseite | 7 - Tage - News | Newsarchiv | Livesuche | Index A -Z | Impressum | aktivrechner.de