23.11.2007
Kreuzfahrtschiff rammt Eisberg in der Antarktis
Ein Kreuzfahrtschiff hat in der Antarktis einen Eisberg gerammt und daraufhin leckgeschlagen. An Bord der "MV Explorer" befanden sich 154 Menschen. Das Luxusschiff sinkt jetzt langsam in die eisige See.
Eine Schiffssreise in die Antarktis nahm für die 154 Insassen ein dramatisches Ende: Die „MV Explorer“ kollidierte am Freitag nahe der Südlichen Shetland-Inseln mit einem Eisberg und trug einen faustbreiten Riss im Rumpf davon. Die 100 Passagiere und fast alle Crewmitglieder mussten in Schlauchbooten ausharren, bis sie von herbeigeeilten Schiffen an Bord genommen wurden. Die britische Küstenwache koordiniert BBC zufolge zusammen mit der US-Küstenwache und den argentinischen Behörden die Rettungsarbeiten. Die Südlichen Shetland-Inseln befinden sich rund 120 Kilometer nördlich der antarktischen Halbinsel. Sie sind seit 1962 Teil des Britischen Antarktis-Territoriums.
Das Schiff neige sich derzeit um etwa 25 Grad, durch das Leck dringe Wasser ein. Damit droht die "MV Explorer", die unter liberianischer Flagge fährt, in der eisigen See des Südpols zu versinken. Die 1969 erbaute „MV Explorer“ befand sich offenbar in keinem guten Zustand. Inspektoren hätten bei der letzten Untersuchung Schwächen festgestellt. Es habe Probleme mit einer wassersicheren Tür und dem Zustand der Rettungsboote gegeben. Ebenso sei das Fehlen von Rettungsplänen bemängelt worden.
Das Schiff gehört der Reederei Gap Shipping, einer Tochtergesellschaft des Reiseveranstalters Gap Adventures.