23.06.2008
Energiesparlampen: Nur jede Dritte gut
Schon der Austausch einer einzigen Glühbirne bringt richtig Geld: 177 Euro spart zum Beispiel die Philips G120 Soft White mit 20 Watt gegenüber einer herkömmlichen 100 Watt-Glühlampe - gerechnet auf 10 000 Brennstunden. Es gibt keinen Grund, die technisch überholten „Glühbirnen“ weiter brennen zu lassen. test.de zeigt die besten Energiesparlampen.
Die EU-Kommission will die Glühbirne vom Markt drängen, die Zukunft gehört der Energiesparlampe. Technisch ist sie dem Klassiker klar überlegen, doch auch bei Energiesparlampen gibt es große Qualitätsunterschiede, warnt die Stiftung Warentest. In einem kürzlich veröffentlichten Vergleichstest haben weniger als die Hälfte der Modelle die Note „Gut“ erhalten.
Die Unterschiede ergaben sich durch Helligkeitsverluste, falsche Angaben bei der Lebensdauer, Watt-Schummeleien oder eine mäßige Farbwiedergabe. Nach 2000 Betriebsstunden brannten einige Modelle schon bis zu 17 Prozent weniger hell, nach 10.000 Stunden sogar bis zu 40 Prozent. Statt aufgedruckten 11 Watt hatte eine Isotronic-Lampe nur 7,2 Watt, eine Luxxx-Energy-Saver statt 20 Watt nur 13,1 Watt. Folge: Der Raum ist dunkler als der Käufer erwartet.
Grundsätzlich empfiehlt die Stiftung Warentest jedoch den Einsatz von Energiesparlampen: Wer in eine „gute“ Lampe für 9,90 Euro investiert, hat nach 10.000 Betriebsstunden nicht nur rund 180 Euro Strom gespart, sondern hätte in dieser Zeit auch 10 konventionelle Glühlampen verbraucht. Das Rennen im Test machten Markenprodukte wie Megaman, Osram und Philips.
Während Glühlampen im Schnitt nach 1 000 Brennstunden den Geist aufgeben, halten die meisten Energiesparlampen 10 000 Stunden und länger. Im letzten Test brannten manche Lampen über 19 000 Stunden. Diesmal machten jedoch die Varilux von Aldi Nord, die GSU 111 von Ikea und die CMI von Obi schon deutlich früher schlapp.
Für Wohn- und Schlafräume eignen sich Lampen mit warmweißer Lichtfarbe. Zu erkennen an Bezeichnungen wie warm white und ww oder an den Nummern 827 und 927 auf der Verpackung. Die erste Ziffer steht dabei für die Farbwiedergabestufe. Lampen mit einer 9 geben Farben besser wieder als die mit einer 8. Die 27 steht für die Farbtemperatur von 2 700 Kelvin. Das bedeutet warmes Licht. Je höher diese Zahl, desto weniger Rot- und mehr Blauanteil ist im Licht.