01.07.2008

Touristen-Abzocke in Urlaubsgebieten

Touristen-Abzocke in UrlaubsgebietenDas Versenden von Urlaubsgrüßen per E-Mail oder das Abrufen der aktuellen eBay-Auktion könnte im Urlaub fatale Folgen haben, warnt aktuell der Antivirenhersteller G DATA. Besonders gefährlich sind hierbei Internetcafes, die leider immer noch schlecht vor Datendiebstahl geschützt sind.






Vor einem allzu leichtfertigen Umgang mit persönlichen Daten im Zuge der Urlaubsstimmung warnt G DATA. Das Abrufen des Kontostands, die Buchung von Flügen im Internetcafe per Kreditkarte oder die Nutzung von ungesicherten WLANs könnte Touristen den Urlaub nachträglich vermiesen. Die größte Gefahr geht dabei immer noch von schlecht geschützten Internetcafes aus. Die eingesetzten PCs sind oft hochgradig mit Malware verseucht und liefern Online-Kriminellen begehrte Benutzerdaten frei Haus.

Ralf Benzmüller, Leiter der G DATA Security Labs warnt daher eindringlich: „Öffentlich zugängliche Rechner in Internetcafes, Hotels und Flughäfen sind in der Regel nur unzureichend mit Antiviren-Software ausgestattet. Daher besteht dort eine erhöhte Gefahr, dass die Rechner mit Spyware oder anderen Schädlingen verseucht sind. Wer seinen Kontostand dort im Urlaub überprüft, könnte seine Zugangsdaten schnell in die Hände von Kriminellen spielen. Die gleiche Gefahr besteht natürlich auch beim Einsatz der Kreditkarte bei Online-Einkäufen. Zusätzliche Gefahr lauert auf Reisende, die auf ihr Notebook nicht verzichten können oder wollen.

Hier müssen wir vor der Nutzung ungesicherter WLANs generell abraten. Der gesamte Datenverkehr kann von Kriminellen leicht abgefangen werden. Auch bei der Nutzung sicherer Verbindungen, sollte auf jeden Fall eine Security-Suite mit leistungsfähiger Firewall eingesetzt werden. Um den Schaden bei Gerätediebstahl zu begrenzen, empfiehlt sich zudem eine Verschlüsselung und ein Backup der Daten vor Reisebeginn.“

Sieben Reisetipps:
1. Verzichten Sie generell in Internetcafes oder an öffentlichen Terminals auf Online-Banking und Online-Shopping.
2. Löschen Sie nach der Benutzung von Internetcafes oder öffentlichen Terminals die temporären Dateien des Browsers, die Browserhistory und Cookies.
3. Vergessen Sie nicht sich abzumelden, wenn sie sich auf einer Webseite als ein-getragener Nutzer angemeldet haben. Möglicherweise kann sonst der nächste Nutzer des Rechners auf Ihren Zugang zugreifen.
4. Für den Versand von Urlaubsgrüßen sollten Sie vor Reisebeginn einen speziellen E-Mail-Account einrichten, z. B. bei yahoo.de oder web.de. Bei Diebstahl der Zugangsdaten, liegt so nicht Ihre gesamte E-Korrespondenz offen.
5. Bei der Nutzung von WLAN-Hotspots und Hotel-Netzwerken mit dem eigenen Notebook, ist der Einsatz einer InternetSecuritiy-Suite mit Antivirenschutz und Firewall obligatorisch.
6. Alternative zu WLANs: Der Einsatz einer UMTS-Karte ist zwar kostspielig, birgt aber deutlich weniger Gefahren.
7. Speziell für Notebook-Besitzer: Alle wichtigen Daten vor Reisebeginn auf der Festplatte verschlüsseln und zusätzlich Backup durchführen.




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