01.07.2008
Camcorder: Der Preis ist heiß
Hobbyfilmer, die eine hohe Videoqualität erwarten, sollten zu digitalen Camcordern mit hoher Auflösung (HD) greifen – auch wenn diese meist teurer sind. Das berichtet die Juli-Ausgabe der Zeitschrift test. Die besten standardauflösenden Geräte (SD) sind kaum billiger und fallen im vergleichenden Test deutlich ab.
Deshalb wurden die 13 HD-Camcorder getrennt von den 21 standardauflösenden Geräten bewertet. Neun hochauflösende Geräte zwischen 760 und 1270 Euro bekamen das Gesamturteil „Gut“. Enttäuschend im Test der HD-Geräte: Der Hitachi DZ-BD7HE mit Blu-ray-Laufwerk und Festplatte. Für stolze 1240 Euro bekommt der Käufer nur ein „befriedigendes“ Gerät.
Bei den standardauflösenden Camcordern bekamen nur zwei der 21 getesteten Geräte das Qualitätsurteil „Gut“. „Ausreichend“ waren hingegen fünf der 200 bis 800 Euro teuren Geräte im Test.
Die Handhabung der Camcorder ist in allen Preisklassen nur durchschnittlich und auch der Ton der Camcorder fällt gegenüber dem Bild deutlich ab. Ein externes Mikrofon kann die Tonqualität bei den wenigen Modelle, die einen entsprechenden Anschluss haben, deutlich verbessern. Unterschiede weisen die Geräte bei der Betriebsdauer auf: Während einigen schon nach 60 Minuten der Saft ausgeht, schafft das beste Gerät 150 Minuten Aufnahmezeit.
Penny verkauft ab heute, Donnerstag 26. Juni, einen digitalen Camcorder von JVC. Für Mini-DV-Kassetten. Preis: nur 149 Euro. Der Preis ist heiß, das Gerät dagegen eher lau - wie der Schnelltest zeigt. Der JVC GR-DA20 ist ein einfacher digitaler Camcorder für Mini-DV-Kassetten. Ohne Fotofunktion, ohne Extras. Das kompakte Gerät liegt gut in der Hand. Der optische Zoom arbeitet passabel und lässt sich recht feinfühlig dosieren. Bei Tageslicht und guter Beleuchtung konserviert der JVC Urlaubserinnerungen, Hochzeiten und Familienfeiern in noch annehmbarer Qualität. Die Farben wirken allerdings oft etwas leblos. Manchmal sogar unnatürlich.
Oscarverdächtig ist Pennys JVC-Camcorder damit nicht. Vor allem bei schwacher Beleuchtung sind die Aufnahmen deutlich verrauscht. Der Nachtmodus bringt kaum Verbesserung. Im Gegenteil: Der Camcorder belichtet jetzt so lange, dass Bewegungen abgehackt erscheinen. Der enorme Brennweiten-Spagat kostet Qualität. Nur der Preis ist heiß: Für 149 Euro gibt es Mini-DV-Camcorder sonst kaum. Bei Lidl kostete dasselbe JVC-Modell vor zwei Wochen noch 179 Euro.