02.07.2008

Schadstoffe in Chips: Schluss mit Knabbern?

Schadstoffe in Chips: Schluss mit Knabbern?Chips schmecken einfach gut. Und weil das so ist, kommt man für gewöhnlich auch nicht von der Tüte los. Doch abgesehen von den nicht gerade figurfreundlichen Nebenwirkungen: Die meisten Chips enthalten auch Stoffe, die einmal mehr die Frage aufwerfen, ob man sich das Suchtmittel nicht lieber verkneift. Konkret geht es um Fettgifte und Acrylamid. Bei einer Untersuchung des Frankfurter Verbrauchermagazins ÖKO-TEST fielen unglaubliche 17 von 28 untersuchten Chips-Sorten mit "ungenügend" durch. Die genauen Testergebnisse stehen in der Juli-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins, das am 30. Juni 2008 bundesweit erscheint und 3,50 Euro kostet.






Die Fußball-EM ist zwar vorbei, doch die Olympischen Spiele stehen schon vor der Tür. Kein Grund also, das Chipsknabbern vorm Fernseher einzustellen. Doch: Über die Hälfte der untersuchten Chips steckte randvoll mit dem Fettschadstoff 3-MCPD-Fettsäureester. Oft reicht schon eine Portion der krossen Scheiben aus, um die täglich tolerierbare Aufnahme um ein Mehrfaches zu überschreiten. Kein Wunder, die Schadstoffe gelangen mit dem Frittierfett in die Chips und dies ist in den Snacks bekanntlich reichlich vorhanden. Tendenziell besser abgeschnitten haben übrigens Produkte, die mit Sonnenblumenöl hergestellt wurden.

Ein altes Problem ist das Krebsgift Acrylamid, das bei der Herstellung von Chips unweigerlich entsteht. Dennoch können die Hersteller ihre Produktionsmethoden optimieren und so dafür sorgen, dass nur geringe Mengen Acrylamid im Produkt stecken. Die meisten Testprodukte wiesen bei der ÖKO-TEST-Untersuchung aber "erhöhte" und "stark erhöhte" Belastungen auf, wenn man eine halbe Tüte davon verspeist. Seit dem Acrylamidjahr 2002 hat sich jedoch viel getan. Laut Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie wurden Kartoffelsorten und Anbau ebenso optimiert wie Ernte, Transport und Lagerung. Die Chips seien demnach heute auch einen Tick feuchter. Das reduziere die Acrylamidbildung während des Frittierens.

Schlechte Nachrichten für Chipsfans: Unglaubliche 17 von 28 Chips - das sind knapp zwei Drittel - fallen mit "ungenügend" durch. Wer dennoch in die Tüte greifen will, hat die Wahl zwischen einem "befriedigenden" und acht "ausreichenden" Produkten. Zwei Marken - Bio Potato Chips Tra´Fo Provencale und Kettle Chips Cheeses & Onion - überschreiten den Signalwert für Acrylamid; das Produkt von Kettle Foods sogar um das Dreifache.

Wie viel Schadstoffe in einer Tüte Chips stecken, steht zwar nicht auf der Verpackung, ein Blick auf die Zutatenliste lohnt trotzdem. Ist zum Beispiel Pflanzenöl angegeben, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Palmöl, das 3-MCPD-Ester im Gepäck haben kann. Geschmacksverstärker verbergen sich hinter Begriffen wie Mononatriumglutamat (auch als E 621angegeben), Dinatriuminosinat und Dinatriumguanylat.

Die Besten im Test: Die Bio-Molenaartje Potato Chips Organic Paprika bekamen ein "befriedigend". Bei diesen Chips wurde "nur" ein erhöhter Gehalt an Acrylamid kritisiert.

Quelle: www.oekotest.de



Klicken Sie hier, wenn Sie weitere Meldungen vom 02.07.2008 lesen möchten.


Passende Meldungen aus anderen Ressorts:
Sushi zum Mitnehmen von „Gut“ bis „Mangelhaft
Lebensmittel werden 2008 noch teurer
Seidiges Haar durch die Sonnenblume
RFID-Pilotprojekt in der Galeria Kaufhof Essen gestartet
Schluss mit preiswert: Schoko-Nikoläuse werden teurer
Sehnsucht nach dem Tante-Emma-Laden
Die besten Krankenhäuser Deutschlands
Schluss mit fettarm, zukerfrei und vitaminreich
Schluss mit ungesund: Dampfgarer zur gesunden Ernährung
Seitensprung: Verzeihen oder doch Schluss machen?





Binderdatasystems.com  
  Startseite | 7 - Tage - News | Newsarchiv | Livesuche | Index A -Z | Impressum | konsumeins.de | sysme.de