03.07.2008

Die Deutschen gehen am liebsten zu Aldi

Die Deutschen gehen am liebsten zu AldiDie Discounter sind aus dem Einkaufsverhalten der Deutschen nicht mehr wegzudenken. Verglichen mit 2006 decken sich die Bundesbürger sogar wieder etwas häufiger bei Aldi, Lidl und Co. ein: 63 Prozent shoppen mindestens einmal pro Woche beim Discounter. Vor zwei Jahren lag der Wert noch bei 60 Prozent. Nimmt man die zweiwöchentlichen Käufer hinzu, so sind es insgesamt 82 Prozent, die mindestens ein Mal alle 14 Tage einem Billigsupermarkt einen Besuch abstatten (2006: 78 Prozent).






Das geht aus dem aktuellen Markentrend von HORIZONT, Zeitung für Marketing, Werbung und Medien (Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main), hervor, für den das Münchner Institut Imas International zum vierten Mal das Einkaufsverhalten der Deutschen beim Discounter untersucht hat. Befragt wurden über 2000 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger.

Bevorzugt geht das Gros der Deutschen nach wie vor zu Aldi. 41 Prozent der Befragten erledigen ihre Einkäufe bei dem Mülheimer Discounter, gefolgt von Lidl (25 Prozent) und Plus (9 Prozent). Aldi kommt vor allem bei den Älteren gut an. Von den Befragten ab 50 Jahre bevorzugen 43 Prozent den Marktführer - in keiner Altersgruppe hält man den Verfolger besser auf Distanz. Aber: Primus Aldi muss Federn lassen. Lag der Abstand zu Lidl 2006 in allen drei Alterskategorien bei rund 30 Prozentpunkten, hat er sich nahezu halbiert.

An der Aufholjagd von Lidl ändert auch der Skandal um die Überwachung eigener Mitarbeiter nichts. Zwar spricht sich die Mehrzahl der Deutschen, nämlich 59 Prozent, klar gegen das Verhalten aus und verurteilt das Vorgehen der Lidl-Manager als schweren Eingriff in die Persönlichkeitsrechte, aber immerhin 40 Prozent sehen das Ganze nicht so tragisch. Noch milder fällt das Urteil bei denen aus, die Lidl grundsätzlich beim Discount-Kauf bevorzugen: Hier empfindet fast jeder zweite Lidl-Käufer, dass ein solches Vorgehen bei konkreten Verdachtsmomenten gerechtfertigt oder sogar grundsätzlich vertretbar ist.




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