Der bisher umfangreichste ADAC Werkstatt-Test zeigt: Zwischen den Vertragswerkstätten der 15 wichtigsten Automarken in Deutschland gibt es große Qualitäts-Unterschiede. Bei insgesamt 75 Betrieben wurde eine Inspektion nach Herstellervorschrift in Auftrag gegeben. Die ADAC-Tester hatten in jedes Fahrzeug fünf Fehler eingebaut, die gefunden werden mussten. Das Ergebnis: eine große Bandbreite von der vollen Punktzahl für eine Mercedes-Werkstatt bis hin zu mangelhafter Schlamperei bei immerhin sieben Betrieben. Ärgerlich: Immer wieder tauchen höchst zweifelhafte Positionen auf den Rechnungen auf oder abgehakte Arbeiten wurden nicht ausgeführt. Dennoch war die Mehrheit von 63 Prozent der Werkstätten sehr gut oder gut, 17 Prozent ausreichend oder mangelhaft.
Die Vertragswerkstätten der 15 wichtigsten Automarken in Deutschland standen auf dem Prüfstand. Die Unterschiede unter den 75 überprüften Betrieben sind gewaltig: 47 Betriebe (63 Prozent) wurden mit „sehr gut“ oder „gut“ benotet. 15 weitere Werkstätten arbeiteten „befriedigend“. Der Rest, immerhin 13 Werkstätten, erreichten nur ein „ausreichend“ oder mussten gar mit „mangelhaft“ abgewertet werden.
Nach Mercedes waren BMW und VW ganz vorne dabei. Etwas enttäuschend fällt das das Ergebnis für Audi aus. Auf den letzten Plätzen fanden sich allerdings Fiat und Renault wieder.
Die Hauptkritikpunkte bei den Werkstätten beziehen sich darauf, dass die präparierten Mängel entweder nicht gefunden oder zwar entdeckt, aber nicht behoben wurden. Die beste Werkstatt mit 100 von 100 möglichen Punkten war die Mercedes-Benz-Niederlassung in der Arnulfstraße in München. Schlusslicht wurde ein Nissan-Händler mit 45 Punkten.
Rechnungen, die nicht transparent sind, sind ein weiterer Kritikpunkt des ADAC. Oftmals sind Rechungsposten einfach nicht zu verstehen. Der Club rät daher, sich bei unverständlichen Rechungen, die Posten einzeln erklären zu lassen. Der ADAC fordert, die Auftragsannahme grundsätzlich am Fahrzeug, zusammen mit dem Kunden, durchzuführen. Nur so kommt es zu klaren Aufträgen. Werkstätten sollten ihre Stundensätze extra auf die Rechnung schreiben. So kann der Kunde vergleichen. Die Reparaturspezialisten sollten ferner klare Wartungsbezeichnungen des Herstellers verwenden. Diese sollten auch auf die Rechnung geschrieben werden. Und: Keine ungefragten Zusatzarbeiten ohne eindeutige Notwendigkeit und ohne Rücksprache mit dem Kunden.
Ergebnisse im Überblick:
Quelle: www.adac.de