Der Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann AG, Gunter Thielen, überreichte der Initiative „Geschenke der Hoffnung e.V.“ am Dienstag rund 560 individuell befüllte Päckchen. Die Mitarbeiter hatten auf Anregung der Initiative leere Schuhkartons mit Weihnachtspapier beklebt und mit all dem gefüllt, was Kinderherzen höher schlagen lässt: von Buntstiften, Heften und Linealen über Zahnbürsten und Haarschmuck bis hin zu Kleidung oder Spielsachen, Kuscheltieren, Puppen und Süßigkeiten. Auf jeden Karton wurde ein kleiner Vordruck geklebt, der die Altersgruppe und das Geschlecht des zu beschenkenden Kindes angibt.
Die Versandkosten übernehmen die teilnehmenden Unternehmen zusätzlich zur Organisation. Die gepackten Kartons werden von Gütersloh aus zur zentralen Sammelstelle nach Berlin gebracht, und von dort geht es dann auf die weite Reise in die Ukraine. Vor Ort werden die Päckchen an Kinderheime, Kinderkrankenhäuser, Schulen und an sozial schwache Familien verteilt. Zusätzlich zu den Päckchen wird die Direct Group eine Sachspende leisten: Die Kinder im Empfängerland sollen rund 560 Kinder- und Jugendbücher in ihrer Landessprache erhalten.
Das Land, in dem Bertelsmann nun bedürftige Kinder unterstützt, gehört laut Weltbank zu den ärmsten Staaten der Welt. Geschäftlich ist die Ukraine für Bertelsmann vertrautes Terrain. 2004 hat die Direct Group dort den Family Leisure Club übernommen – mit heute 1,8 Millionen Mitgliedern. Der Club erreicht mehr als zehn Prozent aller Haushalte des Landes. Konsequent betreibt die Direct Group den Ausbau des ukrainischsprachigen Sortiments und verschreibt sich der Förderung ukrainischer Schriftsteller. Der Chef des Family Leisure Clubs in der Ukraine, Oleg Shpilman, wird sich vor Ort an der Verteilung der Päckchen und Buchspenden beteiligen. Neben der Direct Group ist mit Gruner + Jahr ein zweiter Unternehmensbereich des Hauses Bertelsmann in der Ukraine aktiv – und zwar über den Tochterverlag Motor Presse Stuttgart. Er gibt in dem osteuropäischen Land das Automagazin „Motor News“ heraus.
Die Idee zur Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ stammt aus Großbritannien. Von dort aus hat sie Land für Land die Menschen begeistert. 1996 hat in Deutschland „Geschenke der Hoffnung e.V.“ die Verantwortung für diese Spendensammlung der etwas anderen Art übernommen. Allein im vergangenen Jahr wurden mehr als 436.000 Kinder in 17 Ländern auf drei Kontinenten beschenkt. Der Verein ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Missionarischer Dienste im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche, trägt das Spendensiegel und ist Mitglied im Deutschen Spendenrat.
Quelle: www.bertelsmann.de