Im Berlin des Jahres 1914 trennt sich Katharina (Iris Berben) von
ihrem Ehemann, dem Oberst Richard von Strahlberg (Robert Atzorn),
weil er sie nicht nur schändlich mit ihrer Schwägerin betrogen,
sondern auch moralisch keine Skrupel hat. Daraufhin gerät sie
gesellschaftlich und sozial beinahe ins Abseits und auch ihr
geliebter Sohn Georg (Benjamin Strecker), der wie sein Vater eine
militärische Karriere anstrebt, stellt sich gegen seine Mutter. Neue
Horizonte eröffnet ihr die Einladung nach Deutsch-Ostafrika durch
einen undurchsichtigen Geschäftspartner ihres Mannes.
Als Katharina in der afrikanischen Hafenstadt Tanga eintrifft, ist
ihr Gastgeber jedoch auf unerklärliche Weise verschwunden. Sie nimmt
aus Not das Angebot des deutschen Tropenarztes Dr. Franz Lukas
(Matthias Habich) an, ihn auf seinen Forschungsreisen als
Krankenschwester zu begleiten. Während eines Zwischenstopps auf
einer Farm begegnet Katharina dem Schotten Victor March (Pierre
Besson), der beim britischen Militär arbeitet. Zwischen beiden
besteht sofort eine besondere Anziehungskraft. Doch die Schatten der
Vergangenheit holen Katharina schneller ein, als ihr lieb ist. Denn
sie begegnet Richard und dessen Bruder Heinrich (Alexander Held) –
die sich geschäftlich ebenfalls in Deutsch-Ostafrika aufhalten und
ihren Sohn Georg bei sich haben. Gleichzeitig bricht in Europa der
Erste Weltkrieg aus.
Für Katharina beginnt eine Zeit der harten Prüfungen. Die
Grausamkeiten des Krieges überschatten die Verbundenheit zwischen
Katharina und Victor, denn offiziell sind sie nun Feinde. Auf sich
allein gestellt scheint es ihr kaum möglich, den Machenschaften der
Brüder von Strahlberg, die immer mehr Opfer fordern, auf den Grund
zu kommen. Und als sie von schweren Schicksalsschlägen, Krankheit
und den entsetzlichen Kriegserlebnissen gezeichnet aufgeben möchte,
ist es gerade ihr Mann Richard, der sie auf eine Spur bringt, die
sie lieber nicht verfolgt hätte.
In weiteren Rollen sind unter anderen Bettina Zimmermann, August
Schmölzer, Thorsten Merten, Teresa Harder, Tatjana Blacher und
Sunnyi Melles zu sehen. Der Regisseur Carlo Rola hat den Dreiteiler
nach einem Drehbuch von Christian Schnalke inszeniert, die Kamera
führte Frank Küpper, produziert wurde "Afrika, mon amour" von Oliver
Berben (MOOVIE the art of entertainment), die Redaktion im ZDF haben
Klaus Bassiner und Elke Müller.
Erstmals hat der Zuschauer auf www.zdf.de die Möglichkeit, einen
großen ZDF-Fernsehfilm in voller Länge im Internet zu sehen. Die
Internetnutzer können "Afrika, mon amour" live im Internet sehen
oder nach der Ausstrahlung jeder einzelnen Folge als Video on Demand
abrufen. Die beiden letzten Teile laufen am Mittwoch, 10. und Sonntag, 14.
Januar 2007, jeweils um 20.15 Uhr.
Quelle: www.zdf.de