08.03.2007
Arbeitnehmer verlieren Angst vor Arbeitslosigkeit
Die Angst vor der Arbeitslosigkeit nimmt offenbar ab, denn immer mehr Arbeitnehmer wollen sich neu orientieren und sogar noch einen besseren Job suchen.
Grund ist der Aufschwung: Laut einer neuen Umfrage haben immer weniger Arbeitnehmer Angst um ihren Job. Immer mehr wollen demnach sogar selbst ihre Stelle an den Nagel hängen und sich etwas Besseres suchen.
Laut einer Umfrage des Magazins "Stern" wollten 42 Prozent der befragten Arbeitnehmer noch im Jahr 2007 ihren Job kündigen. Weitere 40 Prozent ziehen diese Möglichkeit zumindest in Erwägung. Nur 18 Prozent aller Befragten erklärten, sie seien mit ihrer derzeitigen Stelle zufrieden.
Gleichzeitig erklärten nur noch elf Prozent der Menschen, sie fürchteten, in nächster Zeit den Job zu verlieren. Mit 87 Prozent aller Beschäftigten gab die große Mehrheit nun auch an, sie hätten überhaupt keine Angst mehr um ihren Arbeitsplatz. Obwohl nun also die Angst vor der Arbeitslosigkeit abnimmt, sind viele Arbeitnehmer unzufrieden mit ihrem Job und möchten sich nach einer besseren Arbeitsmöglichkeit umschauen. Möglicherweise liegt das an den Überstunden.Denn eine aktuelle Studie ergab, dass die Mehrheit der Arbeitnehmer überstunden machen müssen.
Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag des Nachrichtensenders N24. Zugleich ist eine Mehrheit der Bürger der Ansicht, dass in Deutschland über kurz oder lang länger gearbeitet werden muss: Auf
die Frage "Müssen deutsche Arbeitnehmer wieder zurück zur
40-Stunden-Woche?" antworteten 55 Prozent mit ja und 43 Prozent mit
nein. Beim viel diskutierten Thema "Löhne" sieht das Meinungsbild so
aus: 42 Prozent halten die Entgelte in Deutschland für angemessen, 33
Prozent für zu niedrig. 13 Prozent sind der Meinung, die Löhne seien
zu hoch.