Im Mai diesen Jahres jährt sich der Todestag der Leinwandlegende zum 25. Mal. Schon Mitte der 50er Jahre feierte Romy als Kaiserin "Sissy" von Österreich große Erfolge, unter dem sie aber während ihrer späteren Laufbahn aber zu leiden hatte. Ein Leben lang tat sie sich schwer, das Image der immer fröhlichen, leicht verhuschten Leinwand-Monarchin loszuwerden.
Sie hat über 50 Filme gedreht und rang um Perfektion, war aber nur selten glücklich über ihre Erfolge. Sie war ein deutscher Vorzeige-Weltstar, von dem Publikum und Presse alles erwartete, dem es aber nie den kleinsten Fehler verzieh. Eine Frau, die – von Selbstzweifeln und Ängsten gepeinigt – die Last ihrer ersten Erfolge als »Sissi« nie ganz abstreifen konnte. Die Triumphe der späteren Jahre, ihr Durchbruch als ernsthafte Charakterschauspielerin bewahrten sie jedoch nicht vor den Abgründen ihres privaten Scheiterns. Romy Schneider starb im Mai 1982, 43-jährig.
In den Folgejahren bewies Romy, dass sie viel mehr konnte. In Filmen wie die "Halbzarte" (1958) oder "Das Mädchen und der Kommissar" (1971) an der Seite von Michelle Piccoli zeigte sich Romy mal als erotischer Vamp, mal als gefallenes Mädchen. 1972 spielte sie dann noch einmal die Rolle, die ihr frühen Ruhm brachte und die sie doch so sehr hasste: An der Seite von Helmut Berger und Helmut Griem spielt Romy noch einmal die "Sissy" in Luchino Viscontis Meisterwerk "Ludwig II". Der italienische Meisterregisseur lässt Romy eine neue, reife und ernste Sissy spielen. Romy spielt meisterhaft, spornt den oft (zu unrecht) als hübsche Staffage belächelten Helmut Berger zu einer "Oscar"-reifen Leistung an.
Johannes Thiele bringt zum 25. Todestag von Romy Schneider einen konkurrenzlosen Bildband heraus, der mit dem Anspruch umfassender Visualisierung der Schauspielerin, ihres Lebens und ihrer Filmkarriere, hinter den vielen Bildern und Facetten den Menschen Romy Schneider sichtbar werden lässt. Von allen Romy-Publikationen ist dies das visuell opulenteste und maßgebliche Werk auf dem neuesten Stand – ein Kultbuch über einen Kultstar.
Quelle: www.brandstaetter-verlag.at