05.04.2007

Studie: Lächeln macht attraktiv

Studie: Lächeln macht attraktivJetzt haben Forscher in einer Studie entdeckt, dass ein Lächeln die Attraktivität steigert: Wird ein Mann von einer Frau angelächelt, erhöht das seine Attraktivität für andere Frauen. Gleichzeitig setzt dieses Lächeln seinen Wert in den Augen anderer Männer herab. Das berichten Forscher um Benedict Jones der Universität von Aberdeen und seine Kollegen.






Die Wissenschaftler führten ihre Experimente mit insgesamt 56 Probanden durch, je 28 Frauen und Männern und untersuchten anhand von Portraitfotos, ob ein Lächeln attraktiver macht. Das Ergebnis der Untersuchung ist überraschend: Nicht das eigene Lächeln macht attraktiv. Wurde ein Foto eines Mannes von Frauen auf daneben liegenden Bildern angelächelt, fanden die weiblichen Testkandidatinnen den Abgebildeten attraktiv. Ein ernster Blick derselben Frau auf einem Foto neben dem Männerfoto, machte die Männer für die Frauen weniger anziehend.

So funtionierte der Test genau: Den Frauen zeigten die Forscher Portraitfotos von 16 jungen Männern und baten sie, deren Attraktivität zu beurteilen. In einer zweiten Untersuchungsrunde sollten die Probanden die Gesichter erneut einschätzen, wobei diesmal ein Frauengesicht dem Foto zugewandt war und dabei entweder lächelte oder eine ernste Miene zeigte. Im letzten Teil der Studie mussten die Teilnehmer dann noch einmal die Attraktivität der Gesichter einschätzen.

Bei den Männern hingegen zeigte sich ein gegenteiliger Effekt: Lächelten die Frauen das Foto an, beurteilten die Männer die Person auf dem Foto als unsympathischer, blickten die Frauen kritisch auf das Foto, fanden die Männer den Fotografierten attraktiver. Die Forscher halten den Nachahmungsreflex für ein Ergebnis des Evolutionsdrucks: Frauen können nach dieser Ansicht bei der Suche nach dem geeigneten Partner Zeit und Energie sparen, wenn sie sich an anderen Frauen orientieren. Interesse einer Geschlechtsgenossin werten sie als Zeichen dafür, dass der entsprechende Mann begehrenswert und gesund ist und übertragen das auf ihre eigene Einschätzung, erklären die Forscher.




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